Welche Vermittlungsmaterialien sprechen euch an?

Welche Materialien im Kontext einer kritischen Kulturvermittlung und kulturellen Bildung, die Ermächtigung und Teilhabe anregen und Ungleichheiten, Ausschlüsse und Diskriminierung in den Blick nehmen, sprechen euch an? Worum geht es, was ist die Idee? was gefällt euch daran? Welche offenen Fragen habt ihr? Zeigt uns Beispiele und was ihr darüber denkt!

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3 Kommentare zu Welche Vermittlungsmaterialien sprechen euch an?

  1. elkeheselschwerdt sagt:

    * Die DIY Zines Gestaltung mit Elke Zobl finde ich anregend und ich habe nachher ein Lese-und Anguck-Werk in den Händen, das gefällt mir.
    * In den Beiträgen von Ellen Roters und Elke Smodics habe ich gelernt, dass den Teilnehmenden viel Freiheit in der Gestaltung gegeben wird, mehr als ich es tat/tue. Das Motto von Elke Smodics hat mich sehr zum Nachdenken und Nacheifern motiviert:
    Zielorientiert ist gut, Prozessorientiert ist besser.
    Die Vorstellungsrunde bei Ellen Roters anhand von schwarz-weiß-Polaroidfotos fand ich effektiv gut zum Nachmachen. Das Arbeitsmaterial von ellen Roters hat mich nicht angesprochen.
    Warum? Zu weit weg von meiner Gedankenwelt.
    Dafür ist das Tool von trafo wien R.E.S.P.E.K.T. Elke Smodics sehr gesellschaftsfähig und lässt gleich ins Gespräch miteinander kommen.Mir gefällt, dass ich es bei W& K bei Elke Zobl ausborgen kann.
    Der sehr Praxisbezogene Workshop „Questioning“ mit Anita Thanhofer und Sandra Kobl hat mir einen Haufen neue Werkzeuge für die Vermittlung gebracht. Das ging Schlag auf Schlag – ein Tool gleich gut wie das nächste.Stichworte dazu: * Willkommensmethode sich positionieren durch beantworten von Fragen. * Durch Zettelbox-Fragen ins Gruppengespräch kommen.* Goldi looks effect Pop-up-Galerie, * Art-Brunch ( diese Durchführung finde ich sehr toll)
    * aus einer 2018er Produktion im Salzburg Museum: Aus Erinnerung Geschichten entwickeln. Studio Geschichte Aus Erinnerungen Zukunft gestalten? * World-Cafe-Format,
    * aus dem Format Theaterpädagogik: Anschubsen: Über ein Thema ohne Pause reden, bis der nächste angeschubst wird.
    DankeElke Zobl für die lebhaften Ideen und die Organisation der richtigen Vermittlerinnen.
    Diese Nachricht ist unverkennbar – nicht in Leichte Sprache – sondern in Einfache Sprache verfasst, wie gelernt im SoSe 2019 mit P.P. Baumgartinger. Klasse war es, lehrreich bunt abwechslungsreich.

  2. anitabruckschloegl sagt:

    MuseobilBox – Museum zum Selbermachen

    In Occupy Culture! (Sieben, 2017, S.137ff) habe ich gerade die MuseobilBox entdeckt: ein BVMP (Bundesverband Museumspädagogik) Projekt, dass Kindern und Jugendlichen einen niedrigschwelligen Einstieg in die Arbeit von Museen bietet mit der Möglichkeit diese in Bezug zu sich selbst zu entdecken. Nach Herber-Fries (2017, S.140) werden dadurch „Sprachanlässe geschaffen und Medienkompetenzen, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gefördert.“ Wichtig erscheint mir auch die Reflexion innerhalb der Museen die durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen angestossen werden kann. Herber-Fries empfiehlt darüber hinaus einen aufsuchend, sozialräumlichen Ansatz beim entdecken neuer Zielgruppen. Also die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem schulischen und Freizeitbereich von Kindern und Jugendlichen. Von Bedeutung sind dabei:

    – persönliche Beziehungen aufbauen
    – Ängste und Zweifel ernst nehmen
    – vertrauensvollen Rahmen schaffen
    – die TN wertschätzend ermutigen, loben und ihre Leistung bewusst machen um sie zu bestärken
    – ein zwischenmenschliches Miteinander in einem geschützten Rahmen
    – angenehme Atmosphäre
    – Raum sich auszuprobieren
    – auf die Lebenswelt und Bedürfnisse der TN eingehen

    Gerade bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien ist darüber hinaus die Erreichbarkeit und damit verbundene Kosten zu bedenken, sowie eine Verpflegung der TN. Gesprächsmöglichkeiten in den Pausen sind darüber hinaus für die Beziehungsarbeit förderlich.

    Herber-Fries betont in ihrer Betrachtung von Kulturvermittlung, die mehrdimensionalen Ebenen des Lernens zu berücksichtigen bei der Projektkonzeption. Also kognitive, praktisch-gestaltende, entdeckend-forschende und Bewegungsanteile einzubinden um möglichst viele Sinne zu aktivieren. Um die Lernmotivation und individuelle Erfolgserlebnisse zu steigern ist der Einsatz von Elementen aus den Bereichen Theater, Musik, Tanz, Handwerk, Technik, Forschung sowie digitale Medien empfehlenswert. Digitale Medien sollen nicht zur rezipierend (via Videos oder Audio-Guides) sondern auch produzierend eingesetzt werden. Zum Beispiel können Präsentationen der WS-Ergebnisse in Form von Fotobüchern, Wandcollagen, Diashows oder Filmclips aufbereitet werden.

    Abschlussveranstaltungen, bei denen diese Arbeiten präsentiert werden geben den Teilnehmenden nicht zur Selbstvertrauen, sie locken auch Eltern, Großeltern und andere Besucher ins Museum, die diese sonst vielleicht nicht besuchen.

    Schaffen es Kulturvermittlungsprogramme dann noch das Museum zu einem Ort in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu machen, wie es die MuseobilBox anstrebt, finde ich diese Arbeit wunderbar wertvoll.

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