ver_MITTEL_n – eine Train‐the­‐Trainer‐Workshopreihe

Mein kurzes Fazit bis jetzt, als Antwort auf die Frage;
Was denk ihr ?

Es haben sich mir in den letzten Wochen neue Blickwinkel auf ein (Berufs-) Feld eröffnet. Dies geht vor allem auf die Leidenschaft der Kunst- und Kulturvermittler*innen zurück, die mich mit ihren Materialien bei jedem Workshop aufs neue mitgenommen und motiviert haben neues auszuprobieren. Eigene (Denk-) Grenzen zu erfahren und gefordert zu sein in die Rolle der Vermittler*innen aber auch der Zielgruppen zu schlüpfen war für mich durchaus eine Herausforderung. Denke ich an den Workshop im gend-up mit Elke Zobl zurück, ist es für mich augenscheinlich, dass manche (bewährte) oder aus der Zielgruppe hervorgehende Vermittlungsformen wie die Erstellung eines Zines zugänglicher waren, als beispielsweise das Herunterbrechen von komplexen Themen wie Kolonialismus anhand von Bildkarten in der Un/Chrono/Logical Timeline, die uns Carla Bobadilla vorgestellt hat. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich diese Erkenntnis nicht wertend meine und mich beide Vermittlungsformen sehr angesprochen haben. Ich denke bei der Wahl der geeigneten Materialien für die Zielgruppe, die man einbinden und ansprechen möchte, muss man sich immer den zeitlichen Horizont, den man zur Verfügung hat vor Augen halten. Mit den Diskussionsmaterialien R.E.S.P.E.K.T. von trafo.k, die von Elke Smodics präsentiert wurden, hatte ich das Gefühl, dass wir in relativ kurzer Zeit stark persönlich involviert und zur Diskussion angeregt wurden. Persönlich hatten wir als Gruppe mit Ellen Roters Boxen, die inhaltlich durch Biografien vielfältige Lebensweisen näher bringen einen holprigeren Start. Diese Materialien waren mehr dazu geeignet sich individuell mit dem Thema auseinanderzusetzen und könnten meiner Ansicht nach in großen Schulklassen eingesetzt werden.

Begleitet haben wir die Workshops teilweise mit kurzen Tweets. Das nebenbei auf Social Media zwitschern war und ist für mich als Twitter-Neuling anstrengend. Ein Foto knipsen und einen kurzen Text verfassen und darin die richtigen Menschen und Organisationen markieren verlangt nach vollster Konzentration und ist für mich keine Sache von Sekunden. Unauffällig und dezent ist es leider auch nicht; mich hat diese Handyarbeit Überwindung gekostet, da ich es im aktiven Kreis unhöflich finde mit gerunzelter Stirn meinen Handybildschirm zu fixieren. Trotzdem muss ich zugeben, dass das Twittern (nach einer Aufwärmphase) über den Tag verteilt dann gut funktioniert und eine Art Online-Erinnerungsalbum entsteht, an dem auch andere Interessierte teilhaben können.

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